Der Abschiedsgottesdienst findet am 4. Oktober um 10.15 Uhr in der Markuskirche statt.
(Zusammen mit dem Erntedankfest)

Bitte bleiben Sie mit uns verbunden und erhalten Sie so hier und mit unserem Newsletter allzeit aktuelle Informationen!

Alles hat seine Zeit – auch das Aufhören! So entschied das Team unseres Frauenkreises St. Markus vor einigen Wochen – traurig, aber doch nach reiflicher Überlegung! Ich hatte den Frauen mitgeteilt, dass ich aus Alters- und Gesundheitsgründen nach wenig mehr als 27 Jahren die Leitung des Frauenkreises abgeben würde. Mich hatte der Gedanke daran schon lange Monate und Wochen vorher beschäftigt, bevor ich diesen Entschluss fasste.

Solche Überlegungen lassen natürlich viele Erinnerungen auftauchen: an zahllose interessante Frauenkreistreffen jeweils am Dienstagabend, die wir selbst miteinander oder mit Referenten oder Referentinnen gestaltet haben, an viele Frauen, die sehr regelmäßig zu uns kamen und dann auch miteinander älter
wurden, an die Zusammenarbeit und schließlich die Fusion mit dem Frauenkreis in Spardorf, an viele Ausflüge und fröhliche Feste, an die Vorbereitungen und Feier der Weltgebetstagsgottesdienste zusammen mit den Frauen von St. Theresia, an das alljährliche Nachdenken im Januar über die Jahreslosung
mit unseren Pfarrern und Pfarrerinnen, Vikaren und Vikarinnen. Viel Vertrauen und Zusammengehörigkeitsgefühl ist in dieser Zeit unter uns gewachsen, auch das Bewusstsein, dass wir zusammen mit den anderen Gruppen und Kreisen ein wesentlicher Teil des Gemeindelebens in St. Markus sind.
Viele engagierte, tatkräftige, mitdenkende Frauen, nicht nur in den verantwortlichen Teams im Lauf der Jahre, haben dazu beigetragen – bis heute!
Unser Frauenkreis ist sogar zwei Jahre älter als die Markuskirche.
Im Jahr 1953 trafen sich junge Frauen erstmals, um miteinander über kirchliche und theologische Fragen zu sprechen, miteinander zu singen, sich über alltägliche Fragen wie z. B. Kindererziehung, Konfirmation etc. auszutauschen.
Im Lauf der Zeit änderten sich mit den Veränderungen in der Gesellschaft und in der Kirche natürlich auch die Anliegen und Themen im Frauenkreis.
2018 feierten wir unseren 65. Geburtstag und hörten nicht auf, dankbar weiter aus „der Quelle des lebendigen Wassers“ zu schöpfen, der Zuwendung
der Liebe Gottes zu uns Menschen (Jahreslosung 2018).
Die Liste der Frauen, die gestorben sind in der Zeit, seit ich die Leitung des Frauenkreises im Jahr 1992 von Frau Autenrieth übernommen hatte, ist lang. Auch sie bleiben in unserer Erinnerung, wenn wir jetzt aufhören.
So blicke ich persönlich mit großer Dankbarkeit zurück auf die vielen Jahre zusammen mit vielen Frauen im Frauenkreis. Ich habe dabei sehr viel Schönes, aber auch Trauriges erlebt und erfahren, aber auch viel gelernt. 27 Jahre in herausfordernder Verantwortung, dabei vorher schon 10 Jahre lang unter der Leitung von Frau Autenrieth als Mitarbeiterin im Team – das war eine lange und segensreiche Zeit. Das Motto des diesjährigen Weltgebetstags aus Simbabwe lautet: „Steh auf und geh!“ - ich in eine Phase meines Lebens ohne Frauenkreis, die Gemeinde St. Markus in eine neue Ära auch ohne Frauenkreis, aber immer wieder mit neuen weiterführenden und wichtigen Herausforderungen auf dem Weg in die Zukunft.
Vielleicht eine gute Idee aus dem Team: nicht ganz abrupt aufhören am Weißen Sonntag mit einem Dankgottesdienst, sondern allmählich ausklingen lassen mit noch ein paar über das Jahr verstreuten Terminen, wie z. B. einen kleinen Ausflug machen oder im Juli wie gewohnt einmal miteinander ausgehen,
und auch in den folgenden Jahren die Jahreslosung im Januar bedenken, im März den Weltgebetstag feiern oder etwas gemeinsam tun, was sonst noch schön und möglich sein könnte. (Traudl Kleefeld)